Mond
Am 3. April ist Neumond. Die Abende danach sind praktisch mondfrei und bescheren uns einen ungetrübten Blick in den Sternenhimmel. Ab dem 8. April tritt der Mond immer mehr in Erscheinung und dominiert die Nacht. Am 18. April ist Vollmond. Bereits nach zwei weiteren Abenden, am 21. April, ist die erste Nachthälfte wieder mondfrei und kann für Deep-Sky-Beobachtungen genutzt werden.Sterne
Blicken wir an einem Aprilabend nach Norden, fällt besonders der markante Grosse Wagen auf. Zu dieser Jahreszeit erreicht er in den Abendstunden seine grösste Höhe, steht jedoch "auf dem Kopf". Verlängert man die Strecke zwischen den hinteren beiden Kastensternen etwa fünfmal Richtung Horizont, so trifft man auf den Polarstern.
Im Westen verabschieden sich die Wintersternbilder von der Himmelsbühne. Stier, Orion und Grosser Hund sind nur noch am frühen Abend gut zu sehen.
Hoch am Himmel zeigen sich die Konstellationen Fuhrmann, Zwillinge und Krebs. Sie haben jetzt eine sehr gute Position für astronomische Beobachtungen.
Im Süden steht momentan das sehr ausgedehnte, aber relativ unauffällige Sternbild der Wasserschlange.
Richtung Osten sind bereits die charakteristischen Sterne des Frühlings zu finden. Besonders sehenswert ist das sogenannte Frühlingsdreieck, das aus den hellen Sternen Spica in der Jungfrau, Arkturus im Bärenhüter (Bootes) und Regulus im Löwen aufgebaut ist.
Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage hier abrufen.
Planeten
Venus ist noch in der ersten Monatshälfte kurz vor Sonnenaufgang als Morgenstern im Südosten sichtbar. Merkur, Mars und Jupiter stehen momentan, von der Erde aus gesehen, zu nah bei der Sonne und sind somit nicht am Nachthimmel zu finden. Saturn ist derzeit der eindeutige „Star“ des Monats! Anfang April geht er bereits vor 19 Uhr am Osthorizont auf und ist die ganze Nacht im Sternbild Jungfrau zu sehen.
Deep Sky Himmelsobjekte
Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:
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- M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre
- Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre
- M35: Offener Sternhaufen im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2700 Lichtjahre
- M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre
- M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre
- M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre
- M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34000 Lichtjahre
- M51: Whirlpool-Galaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung 27 Mio. Lichtjahre
- M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre
- M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre
Anmerkungen
Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.


