Mond
Am Neujahrstag hat der Mond die Phase “Erstes Viertel”. Das bedeutet, wir sehen eine halbbeleuchtete Mondscheibe. Am 9. Januar ist bereits Vollmond. Bis zum 12. des Monats überstrahlt der hell beleuchtete Erdtrabant den gesamten Nachthimmel. In der zweiten Monatshälfte können die frühen Abenstunden für ausgedehnte Deep-Sky-Beobachtungen genutzt werden, da dann der Mond nicht sichtbar ist. Am 23. Januar ist Neumond.
Planeten
Merkur steht derzeit, von unserer Richtung aus gesehen, zu dicht an der Sonne und kann somit nicht mit bloßem Auge gesehen werden. Venus leuchtet in diesem Monat auffällig als Abendstern über dem Westhorizont. Der rote Planet Mars ist kurz vor seiner Oppositionsstellung und geht immer früher am Abend auf. Ende des Monats erscheint die Planetenscheibe bereits vor 21 Uhr am Osthorizont. Der Gasriese Jupiter dominiert weiterhin als heller Lichtpunkt den abendlichen Himmel. Saturn ist der Planet des Morgenhimmels. Nach Mitternacht geht er immer früher im Osten auf und ist bis zum Sonnenaufgang zu beobachten.
Sterne
Beim Blick nach Norden befinden sich östlich bzw. rechts vom Polarstern die sieben Sterne des Großen Wagens. Diese Sternkonstellation ist Teil des größeren Sternbilds Großer Bär und wird in den nächsten Monaten immer höher am Abendhimmel zu finden sein. Im Westen steht das ausgedehnte "Herbstviereck", das aus den hellsten Sternen der Sternbilder Pegasus und Andromeda aufgebaut ist. Über uns, nahe des Zenit, thronen die Sternbilder Perseus und Fuhrmann sowie das berühmte "Himmels-W" Kassiopeia. Hoch im Süden zeigt sich der Stier mit seinem rötlichem Auge, dem Sternriesen Aldebaran. Etwas westlicher davon befindet sich das markante Siebengestirn der Plejaden.
Unterhalb des Stiers prangt das beeindruckendste Sternbild der Wintermonate: Orion, der Jäger der Antike. Der zentrale Teil, drei nebeneinander liegende helle Sterne, symbolisieren den Gürtel des Helden. Links oberhalb der Gürtelsterne wird die rechte Schulter durch den roten Riesenstern Beteigeuze dargestellt. Schräg gegenüber befindet sich der linke Fuß des Jägers, der bläulich-weiße Stern Rigel. Der hellste Stern des Nachthimmels ist jedoch die rund 9 Lichtjahre entfernte Sonne Sirius im Sternbild Großer Hund, das unterhalb des Orion zu finden ist. Über dem östlichen Horizont zeigen sich in den Januarabenden schon zwei weitere Sternbilder der Tierkreises: Der Krebs und die Zwillinge mit den Sternen Kastor und Pollux.
Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage hier abrufen.
Deep Sky Himmelsobjekte
Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:
- M31: Andromedagalaxie, Entfernung: 2.5 Millionen Lichtjahre
- M1: Planetarischer Nebel im Sternbild Stier, Ergebnis einer Supernova aus dem Jahr 1054, Entfernung: 6300 Lichtjahre
- h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre
- M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre
- M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre
- Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 5000 Lichtjahre
- Bodes Galaxie M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Millionen Lichtjahre
- M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Millionen Lichtjahre
Anmerkungen
Alle Zeiten wurden in Winterzeit (MEZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.


