Juni 2012

Der Sternenhimmel im Juni 2012

Der Juni ist der beste Monat, um die südlichen Sternbilder Skorpion und Schütze zu beobachten. Von Deutschland aus sind sie sehr nah am Horizont zu sehen; wer in der Mittelmeerregion Urlaub macht, kann sie deutlich höher am Himmel sehen. Die Region oberhalb von Schütze und Skorpion fällt durch ihre Sternleere auf: Hier verbergen sich der Schlangenträger, die Schlange und darüber der Herkules. Knapp über dem Schützen zieht der Zwergplanet Pluto seine ferne Bahn; ihn kann man aber nur im (sehr) großen Teleskop einer Sternwarte sehen. Die besonders hellen Sterne am Himmel sind Arktur im Bootes, Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Tief am westlichen Himmel verabschiedet sich Mars von der Himmelsbühne. Der Ringplanet Saturn zieht seine Bahn weiterhin in der Jungfrau.

Das Band der Milchstraße zieht sich quer über den Himmel. Da es im Juni aber nachts nicht ganz dunkel wird, ist es besser, die Milchstraße im August anzuschauen. Der Große Bär ist auf der Sternkarte nur noch zum Teil zu sehen. Er sinkt zunehmend dem Horizont entgegen und ist jetzt in nordwestlicher Richtung zu finden.

Die Planeten im Juni 2012

Merkur bietet Mitte bis Ende Juni eine Sichtbarkeit am Abendhimmel. Man findet ihn gegen 22.30 Uhr MESZ tief am Westnordwesthimmel. Beste Zeit: 16. bis 21.6.

Venus zieht vom 5. auf den 6.6. vor der Sonnenscheibe her – ein Venustransit findet statt! Von Deutschland aus kann man den Transit in seiner Endphase ab Sonnenaufgang (ca. 5.15 Uhr MESZ) verfolgen. Gegen Monatsende wird man Venus wieder am Morgenhimmel sehen können.

Mars ist Planet des Abendhimmels. Zu Monatsende wechselt er vom Löwen in die Jungfrau. Seine Helligkeit nimmt auf 0,9 mag ab, der Durchmesser schrumpft auf 7’’.

Jupiter taucht ab Mitte Juni morgens wieder am Nordosthimmel auf. Ihm folgt etwas unterhalb die Venus: Zwei helle Planeten am Morgenhimmel!

Saturn wird zum Planeten der ersten Nachthälfte. Man findet ihn in der Jungfrau, oberhalb von Spica.

Uranus taucht ganz langsam wieder am Morgenhimmel auf. Im Juni ist es noch schwierig, ihn im Walfisch zu finden.

Neptun bewegt sich im Wassermann kaum noch und wird dann rückläufig. Vor Einbruch der Morgendämmerung kann man versuchen, ihn mit dem Teleskop zu sehen.

Beobachtungstipp im Juni 2012

Das Himmelsereignis des Jahres: Wenn am 6. Juni gegen 5:20 Uhr MESZ die Sonne aufgeht, wird man rechts oben einen schwarzen Punkt sehen. Zum letzten Mal für über 100 Jahre überquert der Planet Venus die Sonnenscheibe. Wichtig einen Standort mit freiem Blick nach Nordosten aufsuchen und zur Beobachtung eine Sonnenfinsternisbrille verwenden. Gegen 6:30 Uhr verlässt Venus die Sonne wieder.

(Quelle: Vereinigung der Sternfreunde e.V.)

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