Der Sternenhimmel im Mai 2011
Obwohl es noch nicht richtig Sommer ist, macht bereits ein typisches Sommersternbild auf sich aufmerksam: Tief über dem südöstlichen Horizont funkelt Antares im Skorpion. Hoch am Himmel, man muss den Kopf schon in den Nacken legen, wird man den Großen Wagen finden. Wenn man den Schwung der Wagendeichsel in Richtung Horizont verlängert, trifft man erst auf den hellen Stern Arktur im Bootes und später auf Spica in der Jungfrau. Weit nach Westen gerückt sind der Löwe und die Jungfrau. Ein heller „Stern“ fällt außerdem am Südwesthimmel auf: Der Ringplanet Saturn zieht seine Bahn im Sternbild Jungfrau. Ein kleines Stück rechts von ihm steht Porrima, der zentrale Stern der Jungfrau.Etwas links oberhalb des hellen Sterns Arktur im Bootes fällt ein kleines Halbrund von Sternen auf: Die Nördliche Krone mit ihrem Hauptstern Gemma, dem Edelstein. In Richtung Horizont erstreckt sich der Schlangenträger zusammen mit der zweigeteilten Schlange; beide Sternbilder sind recht lichtschwach. Attraktiver wird der Sternenhimmel wieder in Ostrichtung. Dort ist bereits das Sommerdreieck aus den drei hellen Sternen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler aufgegangen.
Planeten im Mai 2011
> Merkur erreicht Anfang Mai eine westliche Elongation von der Sonne, taucht aber bei uns am Morgenhimmel nicht auf.> Venus verabschiedet sich vom Morgenhimmel. In ihrer Nähe halten sich anderen Planeten auf: In der ersten Monatshälfte Merkur und Jupiter, in der zweiten Monatshälfte Mars und Merkur!
> Mars taucht noch nicht am Morgenhimmel auf; die Begegnung mit Venus kann aber mit einem Fernglas verfolgt werden.
> Jupiter macht sich ab Mitte Mai am Morgenhimmel bemerkbar.
> Saturn hat seine Opposition hinter sich und ist noch fast die ganze Nacht zu sehen.
> Uranus ist auch in diesem Monat nachts nicht sichtbar.
> Neptun kann im Juni wieder am Morgenhimmel gesehen werden.
Beobachtungstipp im Mai 2011
Vier Planeten führen im Mai einen „kosmischen Tanz“ am Himmel auf: Merkur, Venus, Mars und Jupiter sind am Morgenhimmel in der gleichen Gegend am Osthimmel zu finden. Am wenigsten bewegt sich dabei Jupiter; Merkur ist der schnellste Planet, gefolgt von Venus und Mars. Das Treffen der hellen Planeten Venus und Jupiter findet am 11. Mai statt.(Quelle: Vereinigung der Sternfreunde e.V.)


